Anklage wegen Mordes in Weilerbach

Auf meine Presserklärung vom 11.03.2021 nehme ich Bezug.

https://stakl.justiz.rlp.de/de/presse-aktuelles/detail/news/News/detail/richterliche-entscheidung-nach-fahndung-in-weilerbach/

Die Ermittlungen der Kriminaldirektion und der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern sind abgeschlossen. Auf Grundlage des Ermittlungsergebnisses hat die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern Anklage gegen den 38-jährigen Verdächtigen wegen Mordes erhoben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 38-Jährige vor dem gemeinsam bewohnten Hofanwesen seine Mutter mit einem Werkzeug erschlug, und zwar aus finanziellen Motiven, in der Folge eines Streits über die Zukunft des Hofanwesens. Ihm wird deshalb Mord aus Habgier vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft geht ferner davon aus, dass er danach den Lebensgefährten seiner Mutter im Schlaf erschlug, der den Mord an der Mutter ansonsten voraussichtlich als erster entdeckt hätte. Dem 38-Jährigen wird deshalb heimtückischer Mord zur Verdeckung einer Straftat vorgeworfen. Die Leichen wurden erst am Mittag des 09.03.2021 im Schlafzimmer entdeckt, nachdem die Mutter nicht zur Arbeit erschienen war. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen hatte der 38-Jährige die Leiche seiner Mutter vom Außenbereich in das Schlafzimmer verbracht. Ferner wirft die Staatsanwaltschaft dem 38-Jährigen Brandstiftung an zwei Wohnanwesen in Mackenbach und Erzenhausen vor. In den beiden Wohnanwesen lebten Männer, die mit dem 38-Jährigen geschäftlich verbunden waren oder gewesen waren. Der 38-Jährige hatte geschäftliche Probleme. Das Motiv für die Brandstiftungen ist unklar. Angezündet wurden im ersten Fall ein Carport und eine Scheune, im zweiten Fall eine Garage. Diese Nebengebäude brannten aus und waren jeweils mit dem Wohnanwesen verbunden, so dass die Gefahr eines Übergreifens des Feuers auf das Wohnanwesen bestand. Diese Gefahr wurde erst durch das Eingreifen der Feuerwehr gebannt.

Der 38-Jährige macht von seinem Schweigerecht Gebrauch.  

Die Staatsanwaltschaft hat die Anklage zum Landgericht Kaiserslautern erhoben, das nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden hat. Der Verdächtige befindet sich nach wie vor in Untersuchungshaft.