Ermittlungen mit Schussabgaben durch Sachverständige an der Kreisstraße 22 im Bereich Ulmet

Kreis Kusel - Nach der Tötung der beiden Polizisten am 31. Januar 2022 führt eine Sonderkommission der Kriminaldirektion Kaiserslautern im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern die Ermittlungen. Auf die beiden letzten Pressemitteilungen der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern weise ich hin:

https://stakl.justiz.rlp.de/de/presse-aktuelles/detail/news/News/detail/neue-erkenntnisse-ueber-den-tathergang-der-toetungsdelikte-an-zwei-polizeibeamten-in-ulmet/

https://stakl.justiz.rlp.de/de/presse-aktuelles/detail/news/News/detail/nach-entfallen-des-tatverdachts-einer-beteiligung-am-polizistenmord-in-ulmet-nunmehr-auch-aufhebung/

 

Im Zuge dieser Ermittlungen war es erforderlich, zur Aufklärung der Tatumstände weitere kriminaltechnische Maßnahmen am Tatort durchzuführen.

 

Am frühen heutigen Mittwochmorgen, im Zeitraum von etwa 3 bis 5 Uhr, gaben die Ermittler am Tatort Schüsse mit den mutmaßlichen Tatwaffen, einer Dienstwaffe und weiteren Vergleichswaffen ab. Die Maßnahme erfolgte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft. Sie wurde durch Sachverständige des Bundeskriminalamtes und des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz durchgeführt.

 

Ziel ist es, sogenannte Referenzaufnahmen von Schussgeräuschen aufzuzeichnen, um diese mit Erkenntnissen über Schussgeräusche aus der Tatnacht abzugleichen. Hierdurch könnten bislang unklare Aspekte zur Schussabgabe und damit auch zum genauen Tatablauf geklärt werden.

 

Für die Dauer der kriminalpolizeilichen Maßnahmen war die Kreisstraße 22 gesperrt.

 

Die Anwohner der umliegenden Ortschaften waren von der Polizei zuvor mittels Flyer informiert worden.

 


Dr. Gehring
Leitender Oberstaatsanwalt
_______